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Ausschuss III: Neue Arbeitswelt und GesellschaftArbeit und Gesellschaft = Arbeitsgesellschaft. Diese Gleichung gilt zumindest für die westlichen Industriegesellschaften. Denn über Arbeit, genauer: Erwerbsarbeit definiert sich in ihnen der Mensch. Über die mit der Arbeit verbundenen gesellschaftlichen Organisationen nimmt er am demokratischen Prozess teil: der Bürger ist ein Arbeitsbürger. Flexibilisierung und Ergebnisverantwortung statt Ausführung vorgegebener Tätigkeiten nimmt auf allen Qualifizierungsstufen zu. Erfüllt sich hier der Traum von selbstbestimmtem Leben und Arbeiten? Oder entsteht hier der sich selbst ausbeutende Arbeitskraftunternehmer? Zweitens steigt die Zahl sogenannter McJobs. Sind sie Brücken zu regulärer Beschäftigung oder entsteht eine Klasse der "working poor"? Wie lässt sich Solidarität neu organisieren? Geht uns gar die Erwerbsarbeit aus? Muss Arbeit neu definiert werden? Drittens schließlich scheinen die Zeiten, da Nationalstaaten Umverteilung betreiben konnten, scheinen passé. Stimmt das wirklich? Ist diese Entwicklung zu begrüßen oder muss man versuchen, den Sozialstaat neu zu formulieren? Lässt sich das in einer EU überhaupt verwirklichen? Wären Effizienzverluste die Folge? Ist Arbeitslosigkeit der Preis für das Festhalten am Sozialstaat? Und gibt es Alternative zu sozialstaatlicher Solidarität? Und was ist, viertens, mit der anderen Hälfte der Menschheit:
den Frauen? Werden sie bei gleicher Qualifikation auch in Zukunft zu
Hause bleiben und die Hausarbeit verrichten? Zu welchen Bedingungen?
Oder werden immer mehr Frauen auf den Arbeitsmarkt strömen? Was
muss der Staat tun, um dies zu ermöglichen? |
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