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Ausschuss VI: Europäische Verfassung
In England ist das Wetter zu schlecht, Belgien ist zu klein. Aber in
Frankreich, da könnte es sich leben lassen...
Mit Fotos und Frageb·gen er·ffneten die Teamer Julia Schmidt und Alexander
Pfab ihren Ausschuss IV, Europäische Verfassung. Welche Berufung
hat mein Kollege neben mir? Was würde sie/er mit einer Millionen
Euro machen? Und in welchem anderen europäischen Land könnten
man sich vorstellen, zu leben? 23 Teilnehmer lernten sich so am Montagnachmittag
in dem mit EU-Fahnen gezierten Sitzungssaal 502 kennen.
Nach der Vorstellungsrunde waren fast alle prominenten Polit-Positionen
fƒr 2010 besetzt: US-Außenministerin, EU-Kommissionspräsident
oder Botschafterin wollten sie werden, die engagierten Nachwuchspolitiker.
Mit einer Millionen Euro würde sich zum Beispiel Christina aus
Berlin den eigenen Wahlkampf in den USA finanzieren, mit 100 Millionen
nach dem amerikanischen Präsidentenamt streben. Viele Globetrotter
tummelten sich im Ausschuss IV, eine Weltreise war für die meisten
der große Traum.
Einen Crashkurs in Sachen EU-Geschichte hatten die Teamer vorbereitet.
In einer Stunde wurde Geschichte aus der Oberstufe wiederholt. Vokabeln
wie EGKS, Montanunion und Schumannplan waren schnell gekl«rt, ebenso
die Aufgabenverteilung in den Organen der EU und die potentiellen Beitrittskandidaten.
Dass genau die aber noch viel Unbekanntes verbergen, wurde schnell
klar als nach der slowenischen Währung gefragt wurde oder danach,
aus wievielen Inseln Estland wohl bestehen möge.
Etwas Licht ins Dunkel brachte die Expertenrunde. Der Bundestagsabgeordnete
Michael Roth (SPD), Michael Laschet von der Fraktion der Europäischen
Volkspartei und Demokraten im Europäischen Parlament (EP), Eschel
Alpermann, Büroleiter der SPD-Abgeordneten im EP und Dominik Meier,
Mitarbeiter der FDP-Fraktion des Deutschen Bundestages und Spezialist
für Europafragen waren kompetente und interessierte Gäste,
die den Wissensdurst der Teilnehmer auch in knapper Zeit (zumindest
vorerst) stillen konnten.
Eva Palatova, 22-jährige Pragerin, wurde zur Ausschussvorsitzenden
gewählt und meisterte diesen Part schon w«hrend der Premiere als
Diskussionsleiterin mit Bravour. Omnipotente Abgeordnete in Doppelfunktion,
der Konvent als verfassunggebende Versammlung, der zukünftige Status
des EPs, Aufgabensplitting in den Fraktionen und Europa als Wirtschaftskonkurrenz
zu Amerika bieten in jedem Fall genügend spannenden Gesprächsstoff
für die weitere Debatte. |
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